Im Grenzgebiet zu Frankreich gibt es viele Deutsche, die in Frankreich arbeiten. Es ist dabei so, dass diese Arbeitnehmer insbesondere aus familiären Gründen bisher nicht an ein Auswandern nach Frankreich gedacht haben. Insbesondere wenn man aber das deutsche Gesundheitssystem mit dem der Franzosen vergleicht, kann dies mit einer der Gründe sein, dass sich doch in Zukunft vermehrt Deutsche dazu durchringen in Deutschland „ihre Zelte abzubrechen“ und künftig in Frankreich zu leben.
Während sich das deutsche Gesundheitssystem schon seit Jahren am Rande des Kollaps bewegt und es fast jährlich, bei steigenden Beiträgen, zu weiteren Streichungen der Leistungen kommt, gilt das französische Gesundheitssystem im Bezug auf die Patientenversorgung als eines der besten weltweit.
Dies wird sogar von der WHO bestätigt. Wie in Deutschland finanziert sich die staatliche Krankenkasse über Lohnbeiträge. Die Franzosen können sich zusätzlich aber auch in hohem Maße durch eine private Zusatzversicherung absichern. Auch die Lebenshaltungskosten in Frankreich sind mit denen in Deutschland vergleichbar.
Was nun aber bringt viele Deutsche zum auswandern nach Frankreich? Da die Lebenshaltungskosten, das Gesundheitssystem und auch der Trend zum Mindestlohn in Frankreich ebenso vorwiegen, wie in Deutschland, ist es vor allem die andere Lebensart der Franzosen, die viele fasziniert.
Wobei es auch sein kann, dass die hervorragende Kinderbetreuung in Frankreich ein Argument sein kann. Denn in kaum einem anderen Land in Europa ist die Betreuung der Kinder so gut organisiert, wie in Frankreich. Jedem Kind ab dem 3. Lebensjahr steht ein Platz in einer schulischen Ganztagseinrichtung zu. Die Vorschulen sind in Frankreich ein Teil des Schulsystems. Die Eltern können ihrer Arbeit nachgehen – auch ganztags.
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